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Red Bull München eliminiert den Schweizermeister in der CHL und ist eine Runde weiter

Nach der 3:4-Niederlage in München war Red Bull am gestrigen Abend in Zugzwang. Die Mannschaft um Headcoach Don Jackson musste in Zug einen Sieg in der regulären Spielzeit einfahren, um in die nächste Runde der Champions Hockey League zu kommen. Am gestrigen Abend also galt wer gewinnt ist sicher eine Runde weiter. Red Bull konnte sich auf einen hervorragenden Danny aus den Birken verlassen. Im Gegensatz zu Zug, wo Leonardo Genoni nicht den besten Abend erwischte. 

Das erste Drittel war von Strafen geprägt. Dennoch fielen beide Treffer bei 5 gegen 5. München konnte in der zweiten Minute (2:41) bereits mit 1:0 in Führung gehen, als Bastian Eckl Genoni auf der Fanghandseite mit einem unscheinbaren Schuss überraschte. Dass er dabei nicht die beste Figur abgab, sah man nur schon daran, dass der Schweizer Nationalmannschaftstorhüter den Treffer mit einem dezidierten Kopfschütteln kommentierte. Kurz nach Ablauf der Strafe gegen Konrad Abeltshauser markierte Jan Kovar in der 13. Spielminute (13:11) aus dem Slot heraus den Ausgleich für die Gastgeber. Nach dem Treffer sorgte auch ein harter Check von Andrew MacWilliam gegen Marco Müller für aufsehen. Zum Glück von Red Bull gaben die Schiedsrichter keine Strafe gegen MacWilliam. 

Nun Schlug das Drittel der Münchner, denn im zweiten Spielabschnitt zeigte sich Red Bull brutal effizient. Oder anders gesagt: Genoni hatte ein Drittel zum Vergessen. Zuerst erwischte Topscorer Frederik Tiffels den Zuger Goalie aus spitzem Winkel (24:05), dann, zur Spielmitte (30:30) bezwang Justin Schütz den Schweizer Goalie aus ähnlichem Winkel. Besonders bitter: Genoni schob sich die Scheibe gleich selbst mit dem Schoner ins Tor. Headcoach Dan Tangnes hatte genug gesehen und ersetzte Genoni durch Luca Hollenstein. Dieser konnte sich etwas später mit einer gelungenen Fanghandparade ins Spiel einfügen. Die Zuger waren um den Ausgleich bemüht, es sollte aber nicht das Drittel der Schweizer werden. 

Zweifacher Torschütze Justin Schütz

Zweifacher Torschütze Justin Schütz BILDBYRÅN/Just Pictures


Das Drehbuch für den Schlussabschnitt war klar. Zug wollte auf den Anschlusstreffer und anschließenden Ausgleich drücken. Doch diesem Plan setzte Philip Gogulla mit dem 1:4 (41:52) ein Ende. Die Zuger waren weiterhin bemüht, doch die Münchner zeigten sich als zäher Brocken, spezielle in der defensiven Zone. Die endgültige Entscheidung viel in den letzten sechs Minuten des Spiels. Nachdem Justin Schütz zum zweiten Mal anschreiben durfte, agierte der EVZ noch einmal mit dem Mut der Verzweiflung und nahm bereits fünf Minuten vor Schluss den Torhüter raus. Diese Gelegenheit nutzte Elias Lindner, traf ins leere Tor und stellte letztendlich auf 1:6. Mit diesem Ergebnis überholte München den EV Zug in der Tabelle und kommt in der CHL somit eine Runde weiter.



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